| Religionsgemeinschaften bereiten eine Initiative zur Einführung des Religionsunterric |
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| Geschrieben von Andreas Raab | |
| Freitag, 24. April 2009 | |
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Nachdem das mazedonische Verfassungsgericht im Frühjahr die Entscheidung der Regierung Gruevski (Christdemokraten) über die Einführung des Religionsunterrichtes an den Schulen als verfassungswidrig abgelehnt hatte, werden nun die großen Religionsgemeinschaften aktiv. Das Oberhaupt der mazedonisch orthodoxen Kirche, Erzbischof Stephan, informierte die Medien, daß die Synode der mazedonisch-orthodoxen Kirche in Kooperation mit den anderen Glaubensgemeinschaften eine Verfassungsänderung initieren möchte, die den Weg für eine Einführung des Religionsunterichtes an den Schulen freigibt. In Mazedonien werden die Kirchen und Glaubensgemeinschaften (mazedonisch Orthodoxe, Katholiken, Methodisten, Islamische Gemeinschaft und Jüdische Gemeinde) seit 2001 in der Verfassung erwähnt. Die genannten Glaubensgemeinschaften führen im multi-ethnischen und multi-religiösen Mazedonien auch einen vorbildlichen interreligiösen Dialog. Gerade bei der jungen Generation ist ein großes Interesse an Glauben, Religion und Kirche spürbar. Die mazedonisch orthodoxe Kirche, zu der sich fast 60 Prozent der Mazedonier bekennen, verzeichnet einen für Europa außergewöhnlichen Anteil an jungen Ordensleuten. In den letzten Jahren sind 200 junge Männer und Frauen nach Ausbildung oder Studium in einen der Klosterkonvente eingetreten. Auch die katholische Kirche, zu der 2 Prozent der 2 Millionen Mazedonier gehören, hat überdurchschnittlich viele Seminaristen. Politische Beobachter sahen das Urteil des Verfassungsgerichtes vom Frühjahr im Kontext des Konfliktes zwischen alter postsozialistischer, laizistischer Elite und der jungen, neuen Mehrheit der Christdemokraten um Premier Nikola Gruevski. Der Versuch der alten Elite, durch ein linksgerichtete NGO -Netzwerk Stimmung gegen die religionsfreundliche Politik der Regierung Gruevski zu entfachen und im gerade beendeten Präsidenten- und Kommunalwahlkampf zu instrumentalisieren, sind gescheitert und haben zur deutlichen Niederlage des Oppositionskandidaten Ljubomir Frckovski (SDSM –Sozialdemokraten) beigetragen. Nach der Amtseinführung des christdemokratischen gewählten Präsidenten Gorgi Ivanov Mitte Mai wird die Regierung mit ihrer Zweidrittelmehrheit im Parlament die Möglichkeit haben, die Verfassung zu ändern und danach den Religionsuntericht einzuführen.
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 24. April 2009 ) |
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